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Kaymers Traum vom zweiten Titel
Golfprofi Rose vor zweitem Sieg auf US-Tour
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Cejka führt deutsches Quartett an
Cejka, Langer und Siem in der Endrunde
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Woods wankt, Cejkas Höhenflug
Kronprinz Mickelson sägt am Thron von Tiger Woods
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The Memorial Tournament

Woods wankt, Cejkas Höhenflug

Der Höhenflug von Alexander Cejka und Martin Kaymer bei der 110. US Open hält an. Mit Rang sechs für Cejka und Platz 16 für Kaymer sind die Aussichten auf eine Top-Ten-Platzierung bei dem zweiten Major des Jahres rosig. Für Tiger Woods hingegen wird die Luft an der Weltranglistenspitze immer dünner.

US-Landsmann Phil Mickelson hat sich nach seiner 66er Rekordrunde auf dem Par-71-Kurs in Pebble Beach mit 141 Schlägen auf den geteilten 2. Platz hinter den allein führenden Nordiren Graeme McDowell (138) katapultiert.

Gewinnt Mickelson seine erste US Open, löst der 40-Jährige Kalifornier Tiger Woods als Nummer 1 der Welt nach 262 Wochen ab.

"Ich bin in einer prima Position. Ich bin ganz gelöst, besser drauf als gestern. Ich habe den Turnaround geschafft", lobte Mickelson seine Aufholjagd nach einer 75er Auftaktrunde. Der Linkshänder sorgte in Runde zwei mit fünf Birdies bis Loch acht für einen Blitzstart, der nicht nur Woods schockte. Mit 66 Schlägen bei einer US Open hatte Mickelson sich am Ende des beeindruckenden Auftritts selbst unterboten.

Tiger kämpft um Cut

Woods (146/75+71) musste lange um die Halbzeit-Qualifikation für die letzten 36 Löcher kämpfen, ehe er sich dank der fehlerhaften Konkurrenz auf Rang 25 wiederfand. Der Fehlstart mit zwei Bogeys nach drei Löchern verhieß nichts Gutes für den 14-fachen Major-Sieger, der die US Open bereits dreimal gewonnen hat. Woods wackelte wie schon bei seinen vorausgegangenen Auftritten nach Rang vier im April beim US Masters. Danach verpasste er einen Cut, gab wegen einer Nackenverletzung auf und schaffte zuletzt Rang 19 beim Memorial.

"Ich fühle mich gut. Ich bin mit dabei. Ich muss nur ein paar Birdies mehr machen." Der ansonsten wortkarge Superstar machte sich auf dem Weg ins Clubhaus selber Mut. Drei Birdies in zwei Tagen waren derer viel zu wenig, um mit der Konkurrenz Schritthalten zu können. Bei seinem Open-Sieg im Jahr 2000 hatte er auf dem selben Kurs mit 15 Rekordschlägen Vorsprung die Gegner in Grund und Boden gespielt.

Deutsches Duo trumpft auf

Der 39 Jahre alte Frühstarter Cejka teilte sich nach seiner 72er Runde und 142 Schlägen (70+72) Rang sechs und ließ sich wie Kaymer (145-4+71) auf Rang 16 bei kühlen Sommertemperaturen von nur 13 Grad nicht abschütteln. Cejka lag nur einen Schlag hinter dem Verfolger- Quartett McDowells mit den schlaggleichen Mickelson, Ernie Els (Südafrika), dem 18-jährigen japanischen Wunderkind Ryo Ishikawa und Dustin Johnson (USA) in blendender Position.

"Ich bin sehr zufrieden mit den konstant guten Schlägen und der Präzision", sagte Cejka. Nichts scheint unmöglich für den Wandervogel mit deutschem Pass. Der gebürtige Tscheche mit Wohnsitz Las Vegas scheint seine innere Stabilität nach langem Anlauf wieder gefunden zu haben. Die vier verpassten Cuts zum Jahresbeginn kompensierte er mit Rang zehn im Februar in Pebble Beach und arbeitet sich langsam nach vorn. "Alles um mich herum hat gepasst. Aber es ist noch ein weiter Weg."

Der Weltranglisten-Zwölfte Kaymer (145-74+71) meisterte die Klippen bei dem mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Grand Slam nach Auftaktproblemen souverän und hielt Woods sogar um einen Schlag auf Distanz. "Am Morgen waren die Grüns noch in Ordnung. Das hat mir einige Putts gerettet. Ärgerlich war nur das Doppel-Bogey an der 16, da habe ich einen falschen Schläger gewählt und das hat mich zwei Schläge gekoste", meinte der 25-jährige Rheinländer, der bisher mit Platz sechs bei der US PGA Championship 2009 sein bisher bestes Resultat bei einem Major geschafft hat.

Cejkas Höhenflug bei US Open - Kaymer vor Woods

Pebble Beach/Kalifornien (dpa) - Der Höhenflug der deutschen Golfprofis Alexander Cejka und Martin Kaymer bei der 110. US Open hält an. Mit 142 Schlägen auf dem Par-71-Kurs in Pebble Beach teilt sich 39 Jahre alte Cejka hinter dem allein führenden Nordiren Graeme McDowell (138) Rang sechs.

Phil Mickelson (USA/141) katapultierte sich nach seiner 66er Rekordrunde auf Platz zwei. Kaymer verbesserte sich mit 145 Schlägen noch vor Tiger Woods (146) auf Rang 16. Gewinnt Mickelson seine erste US Open, löst der 40-Jährige Kalifornier Tiger Woods nach 262 Wochen als Nummer 1 der Golf-Welt ab.

Fehlstart für Woods bei US Open - Cejka verblüfft

Pebble Beach (dpa) - Die deutschen Golfprofis Alexander Cejka und Martin Kaymer haben mit einem verheißungsvollen Auftakt die Konkurrenz bei der 110. US Open in Kalifornien verblüfft.

Während Cejka als Vierter überraschte, leisteten sich die Top-Favoriten Phil Mickelson, Tiger Woods und Lee Westwood beim 2. Major des Jahres einen überraschenden Fehlstart. Die böigen Winde und ungewöhnliche Kühle fegten die Weltklasse auf dem «Schönen Biest» Pebble Beach des Par 71-Kurses an der Pazifikküste gehörig durcheinander: Nur neun der 156 Starter blieben unter Par.

Der 39 Jahre alte Cejka mit Wohnsitz in Las Vegas teilte sich nach 70 Schlägen Rang vier mit weiteren fünf Spielern. Gleichauf mit Woods und dem Engländer Westwood landete der Weltranglisten-12. Kaymer (74) auf Platz 47. Insgesamt starten 156 Spieler bei dem mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Grand Slam.

Mickelson enttäuschte mit 75 Schlägen auf Rang 66. Mit dem ersten US-Open-Sieg seiner Karriere könnte der Linkshänder aus San Diego fünf Tage nach seinem 40. Geburtstag Woods als Weltranglisten-Ersten ablösen.

«Eigentlich hast du hier keine Chance, wenn du nicht im kurzen Spiel und auf den Grüns gut bist. Aber ich bin sehr zufrieden», sagte der gebürtige Tscheche Cejka, der im Februar dort auf Rang zehn gelandet war und damit sein bisher bestes Saisonergebnis erreicht hatte. «Die Grüns sind sehr hart und irre schnell. Hinzu kommt, dass das Rough wesentlich höher ist als im Februar.»

Kaymer ertrug geduldig sein Auf- und Ab mit drei Birdies, vier Bogeys und einem Doppel-Bogey am 14. Grün. Trotz intensivster Vorbereitung läuft es bei dem Ryder Cup-Kandidaten immer noch nicht rund genug. Dem 25-Jährigen wurden erst kürzlich nach einer Operation die Titanplatten aus seinem Fuß entfernt. «Es schmerzt ab und zu noch. Aber das war heute eine super Herausforderung.»

Fluchend wie ein Kesselflicker kam dagegen Woods ins Clubhaus. «Die Bälle hüpfen, die Grüns sind einfach schrecklich», wetterte der dreimalige US-Open-Champion, dem wie Mickelson nicht ein einziges Birdie auf den 18 Löchern gelungen war. Dieser schloss sich dann auch nach zwei Fehlschlägen in den Ozean während der Runde dem Lamento an. «Ich muss auf den verdammten Grüns heiß laufen. Dann klappt's schon». Seine 75er Runde war die höchste, die sich der fünfmalige US-Open- Zweite seit 1997 bei diesem Major geleistet hat.

Vor zehn Jahren noch hatte der Superstar Woods - in der bislang erfolgreichsten Saison seiner Karriere mit allein neun Siegen - auf dem gleichen Kurs die Konkurrenz mit 15 Schlägen Vorsprung in Grund und Boden gespielt. Damals blieb er als Einziger «unter Par».

Aber vor zehn Jahren war die Welt für Woods noch in Ordnung. Kein Sex-Skandal, kein Ehebetrug, keine therapeutische Betreuung und keine drohende Scheidung von seiner Gattin Elin trübten damals die heile Welt des Sportmilliardärs. Sein wohl gehütetes Privatleben ist nach dem alles entlarvenden Autounfall im Morgengrauen des 27. November 2009 nur noch ein Scherbenhaufen.

Und die vergangenen acht Monate haben nicht nur den einst unantastbaren Golfhelden, sondern auch sein dominantes Spiel verändert. Seine gefürchtete psychische Stärke im Spiel auf dem Platz ist nicht mehr präsent. Die Schläge nicht mehr perfekt kontrolliert, die Konzentration nicht mehr so deutlich spürbar. Das gibt der Konkurrenz die Chance, vorbeizuziehen.

Deutsche Golfer starten schwach in Frankreich

Lumbres (dpa) - Die Abwesenheit der europäischen Golf-Elite, die bei den US Open in Pebble Beach um den zweiten Major-Titel des Jahres kämpfen, konnten drei deutsche Nachwuchs-Profis bei der Saint-Omer Open im nordfranzösischen Lumbres nicht nutzen.

Nur der Heidelberger Stephan Gross, der in der vergangenen Woche in Portugal mit Platz 15 überzeugte, liegt auf dem Par-71-Kurs nach einer 71er-Runde und Rang 24 noch ordentlich im Rennen. Der Kölner Nicolas Meitinger (75 Schläge/Platz 103) und Florian Fritsch aus Neckargemünd (76/123) sind schon weit zurück. Die Führung bei der mit 600 000 Euro dotierten Veranstaltung der europäischen PGA-Tour teilen sich der Ire Colm Moriarty und Martin Wiegele aus Österreich mit jeweils 66 Schlägen.

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